Unter der alten Weide – eine Landschaft in Aquarylic auf Gessobord
Manchmal entsteht ein Gemälde aus einem Moment der Ruhe. Ein Ort, an dem Wasser, Licht und Natur eine harmonische Einheit bilden. Genau dieses Gefühl spiegelt dieses Landschaftsbild wider. Unter den ausladenden Ästen einer alten Weide öffnet sich der Blick auf einen ruhigen See, dahinter sanfte Hügel und eine weite Landschaft.
Das Bild wurde mit der neuen Aquarylic-Technik auf Gessobord gemalt. Diese Kombination verbindet die Leichtigkeit der Aquarellmalerei mit der Stabilität und Farbintensität der Acrylfarbe. Gerade für Landschaften entsteht dadurch eine besonders weiche und gleichzeitig leuchtende Wirkung.
Die Komposition – wie der Baum das Bild rahmt
Die Komposition dieses Bildes folgt einem klassischen Prinzip der Landschaftsmalerei: Ein starkes Element im Vordergrund rahmt die Szene und führt den Blick in die Tiefe.
In diesem Gemälde übernimmt diese Rolle die große Weide auf der linken Seite. Der Baum wirkt wie ein natürlicher Rahmen. Seine Äste breiten sich über das Bild aus und geben der Landschaft Halt. Gleichzeitig lenken sie den Blick des Betrachters in Richtung See.
Der geschwungene Weg am Ufer verstärkt diese Wirkung zusätzlich. Solche Linien werden in der Malerei bewusst eingesetzt, um den Blick durch das Bild zu führen. Der Weg beginnt im Vordergrund und begleitet das Auge des Betrachters entlang des Wassers bis in die Landschaft hinein.
Die offene Wasserfläche in der Bildmitte sorgt dabei für Ruhe und Weite. Sie bildet einen Gegenpol zu den detailreicheren Bereichen im Vordergrund. Durch diese Balance wirkt das Bild harmonisch und lädt den Betrachter ein, den Blick immer wieder durch die Szene wandern zu lassen.
Der Aufbau des Bildes – vom Hintergrund zum Vordergrund
Wie bei vielen Landschaftsgemälden wurde auch dieses Bild von hinten nach vorne aufgebaut. Dieser Aufbau sorgt dafür, dass Tiefe und Raum entstehen.
Zunächst entsteht der Hintergrund. Hier wurden entfernte Hügel und Baumreihen mit stark verdünnter Aquarylic-Farbe angelegt. Die Farben sind heller und leicht bläulich, wodurch sich der Eindruck von Entfernung ergibt. Dieses Prinzip nennt man atmosphärische Perspektive. Je weiter ein Element entfernt ist, desto heller und kühler erscheint seine Farbe.
Danach wurde der Himmel und die Fläche des Sees ausgearbeitet. Beim Wasser wurden überwiegend horizontale Pinselbewegungen eingesetzt. Diese Technik sorgt für eine ruhige Oberfläche und unterstützt den Eindruck einer spiegelnden Wasserfläche.
Im mittleren Bereich entsteht anschließend die Vegetation entlang des Ufers. Hier werden die Farben bereits kräftiger. Verschiedene Grüntöne und leichte Struktur sorgen dafür, dass die Landschaft lebendig wirkt.
Der Vordergrund bildet schließlich den Abschluss des Bildaufbaus. Hier entstehen die kleinen Büsche, das Gras am Ufer und der geschwungene Weg. Diese Elemente werden mit stärkeren Kontrasten und deutlicheren Pinselstrichen gemalt, damit sie sich klar vom Hintergrund abheben.
Zum Schluss wird der große Baum im Vordergrund ausgearbeitet. Der Stamm gibt dem Bild Stabilität, während die lockeren Blätter dem Gemälde eine lebendige Struktur verleihen.
Maltechnik mit Aquarylic
Die Aquarylic-Technik verbindet Eigenschaften der Aquarell- und Acrylmalerei. Die Farben lassen sich stark verdünnen und ermöglichen dadurch sehr weiche Farbverläufe. Gleichzeitig behalten sie die Stabilität und Leuchtkraft von Acrylfarben.
Gerade bei Landschaften ist diese Technik besonders interessant. Im Hintergrund können sehr leichte Lasuren entstehen, die fast wie Aquarell wirken. Im Vordergrund hingegen lassen sich kräftigere Farbschichten und strukturierte Pinselstriche aufbauen.
Beim Malen dieses Bildes wurden im Hintergrund sehr verdünnte Farbschichten verwendet, um weiche Übergänge zu schaffen. Im Vordergrund hingegen wurden die Farben etwas deckender eingesetzt. Durch diese Kombination entsteht eine natürliche Tiefenwirkung.
Auch beim Blattwerk des Baumes wurde mit lockeren Farbsetzungen gearbeitet. Statt jedes Blatt einzeln zu malen, wurden die Formen eher angedeutet. Diese Technik lässt Licht zwischen den Blättern wirken und verleiht dem Baum eine natürliche Leichtigkeit.
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Warum Gessobord ein idealer Malgrund ist
Das Bild wurde auf Gessobord gemalt. Dabei handelt es sich um eine feste, mit Gesso grundierte Holzplatte. Dieser Malgrund wird von vielen Künstlern geschätzt, weil er eine besonders stabile Oberfläche bietet.
Im Gegensatz zu Leinwand gibt Gessobord beim Malen nicht nach. Dadurch lassen sich präzise Pinselstriche und feine Details sehr gut kontrollieren. Gerade bei Landschaftsbildern, in denen viele kleine Strukturen entstehen, ist das ein großer Vorteil.
Ein weiterer Vorteil ist die glatte Oberfläche. Die Farbe gleitet sehr gleichmäßig über den Untergrund und lässt sich sowohl lasierend als auch deckend einsetzen.
Auch für Aquarylic eignet sich Gessobord hervorragend. Die Oberfläche nimmt die Farbe gut auf und ermöglicht gleichzeitig weiche Farbverläufe. Dadurch lassen sich sowohl zarte Hintergründe als auch strukturierte Vordergründe problemlos umsetzen.
Ein zusätzlicher Vorteil ist die Stabilität des Materials. Gessobord verzieht sich nicht und bleibt auch nach vielen Farbschichten formstabil. Dadurch eignet sich dieser Malgrund besonders gut für hochwertige Kunstwerke.
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🎥 Schau mir beim Malen über die Schulter
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In meinem Video nehme ich dich genau bei diesem Motiv mit. Du siehst, wie ich den Hintergrund anlege, das Wasser ruhig aufbaue und den Baum im Vordergrund entwickle. Besonders spannend ist dabei die Arbeit mit der Aquarylic-Technik, weil du hier ganz genau erkennen kannst, wie weich die Übergänge entstehen und wo ich die Farbe bewusst kräftiger einsetze.
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🎨 Das lernst du im Video:
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wie du eine Landschaft von hinten nach vorne aufbaust
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wie du Tiefe und Entfernung in dein Bild bringst
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wie du Wasser ruhig und natürlich wirken lässt
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wie du einen Baum locker und lebendig malst
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wie du die Aquarylic-Technik gezielt einsetzt
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Mach dir keinen Stress, wenn nicht alles sofort perfekt aussieht. Gerade bei dieser Technik entsteht die Magie oft erst Schicht für Schicht. Bleib dran – du wirst überrascht sein, wie schnell dein Bild lebendig wird.
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Fazit – Ruhe und Tiefe in der Landschaftsmalerei
Dieses Gemälde zeigt, wie harmonisch eine Landschaft wirken kann, wenn Komposition, Technik und Material zusammenpassen.
Der große Baum im Vordergrund bildet einen natürlichen Rahmen und lenkt den Blick über den Weg und das Ufer bis zum See. Durch den klassischen Aufbau von Hintergrund, Mittelgrund und Vordergrund entsteht eine klare räumliche Tiefe.
Die Aquarylic-Technik ermöglicht dabei besonders weiche Übergänge und gleichzeitig lebendige Farben. In Kombination mit dem stabilen Malgrund Gessobord entsteht ein Gemälde, das sowohl leichte Farbverläufe als auch präzise Details zulässt.
So entsteht Schritt für Schritt eine Landschaft, die den Betrachter in eine ruhige Naturstimmung eintauchen lässt – ein Moment unter der alten Weide am See.










