MALEN – darf leicht sein!

Pinselstrich auf einem abstrakten Gemälde mit Farbkästen daneben

🎨 Malen – warum Kreativität in jedem steckt

und wie du sie weckst

Malen ist so viel mehr als Farbe auf Papier. Es ist eine Pause im Kopf, purer Fokus und dieses Gefühl, wenn plötzlich alles um dich herum still wird.

Und das Wichtigste gleich zu Beginn: 👉 Beim Malen geht es nicht um ein perfektes Ergebnis. Es geht darum, Kreativität aus jedem herauszuholen, Stress loszulassen und Schritt für Schritt besser zu werden – ganz automatisch.

🖌️ Malen als Entspannung – warum es so gut für dich ist

Viele glauben, Malen sei nur etwas für „Künstler“. Oh mein Gott – nein! 😄 Malen:

  • Beruhigt den Kopf
  • Hilft beim Abschalten
  • Bringt dich ins Hier und Jetzt
  • Trainiert Konzentration & Fokus

Wenn du dich auf ein Bild konzentrierst, passiert etwas Magisches: Dein Gehirn wird trainiert. Du lernst, bei einer Sache zu bleiben. Und von Bild zu Bild wirst du besser – ganz ohne Druck.

❓ Was malen, wenn man nicht weiß, womit man anfangen soll?

Diese Frage höre ich ständig:

„Aber WAS soll ich denn malen?“

Die ehrliche Antwort:
👉 Etwas Einfaches.

Gerade am Anfang sind diese Motive perfekt:

  • Himmel und Farbverläufe
  • einfache Landschaften
  • Blumen (gern abstrakt)
  • Formen, Linien, Kreise
  • Farbflächen ohne Motiv

Warum?
Weil du dich auf Farben und Bewegung konzentrierst – nicht auf Perfektion.

😴 Was malen bei Langeweile? Kreativ sein ohne Nachdenken

Langeweile ist kein Feind, sondern eine Einladung 💛. Wenn du nicht weißt, was du tun sollst:

  • Male einfach Linien oder wiederhole Formen.

  • Probiere Farbverläufe: Das Bild kann rechts unten am dunkelsten sein und nach links oben immer heller werden.

  • Mit diesem Hintergrund kannst du nun viele Motive malen, zum Beispiel eine Unterwasserwelt oder Tropfen.

💡 Wichtig: Malen bei Langeweile hat kein Ziel. Und genau deshalb funktioniert es so gut.

 

Schritt 1: Der leuchtende Unterwasser-Farbverlauf in Aquarell

Bevor wir Details wie den Delfin oder die Blasen malen, schaffen wir die richtige Atmosphäre. Ein tiefer, leuchtender Ozean lebt von Licht und Schatten. Bei Aquarellfarben nutzen wir dafür das strahlende Weiß des Papiers aus. Wir malen einen sanften Farbverlauf, der von gleißendem Licht an der Oberfläche bis hin zur geheimnisvollen Dunkelheit der Tiefsee reicht.

Das brauchst du dafür:

  • Aquarellfarben (z. B. ein helleres Cyan-/Coelinblau und ein tiefes Ultramarin- oder Phthaloblau).

  • Einen großen, weichen Verwaschpinsel (Rund- oder Flachpinsel), der viel Wasser speichert.

  • Hochwertiges Aquarellpapier (am besten 300g, rundum geleimt), damit sich das Papier bei der vielen Feuchtigkeit nicht wellt.

  • Sauberes Wasser und ein Küchentuch.

So gelingt dir der Hintergrund (Nass-in-Nass):

  1. Das Papier vorbereiten: Feuchte dein Papier im Bereich des Hintergrunds zuerst mit klarem Wasser und dem großen Pinsel an. Es sollte gleichmäßig glänzen, aber keine Pfützen bilden.

  2. Das Licht bewahren: Die obere linke Ecke lassen wir fast komplett frei von Farbe – hier scheint später die Sonne durch die Wasseroberfläche. Das reine Papier ist unser hellstes Licht!

  3. Den Verlauf von Hell nach Dunkel aufbauen: Beginne nun um die Lichtquelle herum mit einem stark mit Wasser verdünnten, hellen Blau. Lass die Farbe sanft in das feuchte Papier fließen. Je weiter du dich nach unten und rechts von der Lichtquelle entfernst, desto mehr Pigment und dunkleres Blau nimmst du auf den Pinsel.

  4. Die Tiefe entstehen lassen: Setze das dunkelste, kräftigste Blau in die untere rechte Ecke. Auf dem feuchten Papier fließen die Übergänge ganz von allein wunderbar weich und harmonisch ineinander.

  5. Trocknen lassen: Lass diesen wunderschönen Farbverlauf nun vollständig an der Luft trocknen. Erst wenn das Papier absolut trocken ist, widmen wir uns im nächsten Schritt dem Delfin.

 

Schritt 2: Ein sanfter Delfin zieht ein

Nachdem unser Aquarell-Hintergrund vollständig getrocknet ist, erwecken wir das Bild zum Leben. Ein Delfin passt wunderbar in diese friedliche Kulisse.

So malst du den Delfin in Aquarell:

  1. Die Grundform: Zeichne dir die Form des Delfins ganz zart mit einem Bleistift vor. Beginne mit einer geschwungenen Linie für den Rücken, füge die Fluken (Schwanzflosse), die Finne (Rückenflosse) und die Brustflossen hinzu.

  2. Farbe in Schichten aufbauen: Im Gegensatz zu anderen Farben dunkeln wir bei Aquarell nicht einfach nur ab, sondern arbeiten uns Schicht für Schicht vor. Beginne mit einer ganz zarten, transparenten Lasur aus Blau-Grau für den gesamten Körper.

  3. Licht und Schatten beachten: Da unser Licht im Hintergrund von oben links kommt, lassen wir die Oberseite des Delfins heller. Wenn die erste Schicht trocken ist, fügst du eine zweite, etwas dunklere Farbschicht auf der Unterseite des Delfins hinzu. So bekommt er sofort eine tolle Plastizität und Tiefe. Ein winziger, dunkler Punkt bildet das Auge.

Schritt 3: Zauberhafte Unterwasser-Blasen malen

Was wäre eine Unterwasserszene ohne das magische Spiel von Luftblasen? Sie bringen Bewegung und Leichtigkeit in dein Kunstwerk. Auch wenn sie auf den ersten Blick kompliziert wirken: Transparente Blasen auf einem dunklen Aquarellgrund zu malen, darf super leicht sein!

 

Da Aquarellfarben lasierend (transparent) sind, nutzen wir für die spiegelnden Lichteffekte einen kleinen Trick: weiße Gouache, Plakatfarbe oder einen deckenden, weißen Gelstift. Das hält die Sache herrlich unkompliziert!

Hier ist die einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung für deine Blasen:

  1. Der Grundkreis (Schritt 1): Nimm etwas weiße Gouache, die du mit ganz wenig Wasser verdünnst, auf einen dünnen Pinsel und ziehe einen feinen, sauberen Kreis.

  2. Das weiche Streulicht (Schritt 2): Blasen reflektieren das Licht. Verblende an der oberen Innenseite des Kreises etwas von dem Weiß ganz sanft mit einem leicht feuchten Pinsel nach innen, sodass ein transparenter Schimmer entsteht.

  3. Das Hauptlicht (Schritt 3): Setze einen kräftigen, unverdünnten und absolut deckenden weißen Punkt (oder ein Oval) in den oberen Bereich. Das ist unser stärkster Lichtreflex (Glanzlicht).

  4. Der Gegenreflex (Schritt 4): Auf der gegenüberliegenden, unteren Seite setzt du einen etwas kleineren, schwächeren weißen Punkt. Dies simuliert das Licht, das durch die Blase hindurchbricht.

  5. Die Tiefe verstärken (Schritt 5): Um die Blase noch plastischer wirken zu lassen, kannst du die Schattenseite (unten) auf der Außenseite des Kreises mit einem Hauch von einem dunkleren Aquarell-Blauton verstärken.

  6. Die Vielfalt macht’s (Schritt 6): Wiederhole diese Schritte in verschiedenen Größen. Wenn du die Blasen in einer leicht geschwungenen Linie von der Schnauze des Delfins nach oben hin aufsteigen lässt, wirkt dein Bild besonders lebendig.

 

🎨 „Malen bei Langeweile“

Motividee (ohne Text):

  • lockere, abstrakte Farbflächen
  • einfache Linien oder Kreise
  • freie, spielerische Pinselbewegungen
  • kein erkennbares Motiv

Pinselstrich auf einem abstrakten Gemälde mit Farbkästen daneben

🎨 Finde deine Lieblingsfarben (und bleib erstmal dabei)

Einer der wichtigsten Tipps überhaupt:
👉 Such dir deine Lieblingsfarben – und male eine Zeitlang nur mit ihnen.

Warum?

  • weniger Überforderung
  • mehr Sicherheit
  • besseres Farbgefühl
  • schneller sichtbare Fortschritte

Du wirst staunen, wie viele Bilder allein mit 2–3 Farben (hell/dunkel, warm/kalt) entstehen können. Bei mir findest du viele Ideen dazu!

3 Aquarellfarben mit Tuch und Pinsel und Wasserbecher und ein Teil vom PC mit Malmotiv

„Lieblingsfarben entdecken“

Motividee (ohne Text):

  • reduzierte Farbpalette
  • nur wenige Farbtöne
  • Pinsel mit Farbresten
  • harmonische, ruhige Wirkung

⚠️ Warum dein Bild nicht perfekt sein muss

Ganz ehrlich?
👉 Es MUSS nicht perfekt sein und ich sag dir wieso!

Jedes Bild ist eine Übung in der du viel Erfahrung sammelst und wieder ein bisschen schlauer bist.
Wusstest du, dass du beim konzentrierten Malen sehr viel mehr trainiert wird, als nur die Gabe im Malen besser zu werden? Schau mal, was du alles trainierst:

🧠 1. Gehirn & Konzentration

  • Fokus & Aufmerksamkeit – du bleibst länger bei einer Sache
  • ProblemlösungWas passt hier? Welche Farbe jetzt?
  • Gedächtnis – Formen, Farbmischungen, Abläufe
  • Kreatives Denken – neue Wege finden statt „richtig oder falsch“

➡️ Deshalb fühlt sich Malen oft an wie Meditation mit Pinsel.

✋ 2. Feinmotorik & Hand-Auge-Koordination

  • ruhige, gezielte Bewegungen
  • Kontrolle über Druck, Tempo und Richtung
  • bessere Verbindung zwischen Sehen – Denken – Handeln

Gerade bei Pinseln, Stiften oder Aquarell extrem effektiv.

👁️ 3. Wahrnehmung & Beobachtung

  • Farben sehen lernen (nicht nur „blau“, sondern warm/kalt, hell/dunkel)
  • Formen, Abstände und Proportionen erkennen
  • Licht, Schatten und Tiefe wahrnehmen

👉 Man beginnt die Welt anders zu sehen, auch außerhalb des Ateliers.

❤️ 4. Emotionale Stärke & Stressabbau

  • Stresslevel sinkt messbar
  • Gefühle können ohne Worte raus
  • innere Unruhe wird langsamer
  • Selbstwirksamkeit: Ich habe etwas erschaffen

Viele merken: Nach dem Malen geht’s mir einfach besser.

💪 5. Geduld & Durchhaltevermögen

  • warten, beobachten, nachjustieren
  • Fehler akzeptieren und weiterarbeiten
  • nicht sofort aufgeben, wenn es „komisch aussieht“

➡️ Eine Fähigkeit, die sich direkt aufs Leben überträgt.

🌱 6. Selbstvertrauen & Mut

  • eigene Entscheidungen treffen
  • dem eigenen Gefühl vertrauen
  • „Ich darf das so machen“ lernen
  • den inneren Kritiker leiser drehen

Mit jedem Bild wächst: Ich kann das.

🎨 7. Persönlicher Ausdruck & Identität

  • Lieblingsfarben finden
  • eigenen Stil entwickeln
  • Gefühle, Erinnerungen, Sehnsüchte sichtbar machen

Nicht das perfekte Bild zählt – sondern deins.

✨ Kurz gesagt:

Malen trainiert Kopf, Herz und Hand gleichzeitig.
Es macht ruhiger, klarer, mutiger – und man wird ganz nebenbei von Bild zu Bild besser.

Folgendes Buch geht philosophisch und lebensnah an Kreativität heran. Es beschreibt, wie kreatives Arbeiten – egal ob Malen, Schreiben oder Gestalten – das Leben strukturieren, beruhigen und bereichern kann.

📙 Lese-Tipp: Inspiration für den Kopf

Folgendes Buch geht philosophisch und lebensnah an das Thema heran:

📙 Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen – Frank Berzbach

Es beschreibt, wie kreatives Arbeiten das Leben strukturieren und bereichern kann.

💛 Malen ist ein Prozess – kein Ergebnis

Manche Bilder werden wunderschön. Sie gelingen fast wie von selbst, die Farben passen, die Formen wirken stimmig und am Ende steht ein Bild vor dir, das dich stolz macht. Und dann gibt es diese anderen Bilder. Die, bei denen irgendetwas nicht so funktioniert, wie du es dir vorgestellt hast. Die Farben wirken vielleicht nicht richtig, der Baum steht plötzlich schief oder die Komposition fühlt sich nicht ganz harmonisch an. Und manchmal denkt man dann: Naja… dieses Bild wird wohl kein Meisterwerk.

Doch weißt du was? Beide Bilder sind wichtig.

Beim Malen geht es nämlich nicht nur um das fertige Ergebnis, das am Ende an der Wand hängt. Viel wichtiger ist der Weg dorthin. Jedes Bild ist ein kleiner Abschnitt auf deiner persönlichen Reise als Künstler. Während du malst, probierst du Dinge aus. Du mischst neue Farben, testest andere Pinselbewegungen, setzt Licht und Schatten vielleicht zum ersten Mal bewusst ein. Manchmal funktioniert etwas sofort – und manchmal eben nicht. Aber genau darin liegt der eigentliche Wert des Malens.

Denn beim Malen darf man scheitern. Man darf Fehler machen, übermalen, neu beginnen und wieder etwas anders versuchen. Jeder dieser Schritte bringt dich ein kleines Stück weiter. Selbst ein Bild, das dir am Ende nicht gefällt, hat dir etwas beigebracht: vielleicht eine neue Farbmischung, ein besseres Gefühl für Proportionen oder einfach mehr Sicherheit im Umgang mit dem Pinsel.

Mit der Zeit merkst du, dass jedes Bild ein Teil deines Lernprozesses ist. Du wächst mit jedem Versuch, mit jeder kleinen Entscheidung auf der Leinwand. Und genau dadurch entwickeln sich Erfahrung, Stil und Selbstvertrauen. Nicht durch Perfektion, sondern durch dranbleiben.

Darum ist Malen kein Wettbewerb um das perfekte Bild. Es ist ein kreativer Prozess, der sich Schritt für Schritt entfaltet. Und je mehr du dich darauf einlässt, desto mehr wirst du entdecken, lernen und dich selbst überraschen.

Denn am Ende zählt nicht, ob jedes Bild perfekt ist – sondern dass du den Mut hast, immer wieder den nächsten Pinselstrich zu setzen. 🎨

Blumenmotiv mit Bleistift torskizziert und zur hälfte ausgemalt

Warum ein Ringlicht sinnvoll ist:

  • gleichmäßiges Licht beim Malen
  • perfekte Ausleuchtung für Tutorials
  • keine harten Schatten
  • bessere Videoqualität
  • wählbar dimmbar mit gelben und weißem Licht
  • gleichzeitig ein sehr stabiler Handyhalter

Gerade wenn du selbst Tutorials aufnehmen oder live malen willst, ist gutes Licht ein Gamechanger.

 

 

💡 AFFILIATE-HINWEIS – RINGLICHT*

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✨ Fazit: Malen darf leicht sein

Du musst nicht wissen, was du malst.
Du musst nur anfangen!!!

Ob:

  • zur Entspannung
  • bei Langeweile
  • als kreative Auszeit
  • oder einfach für dich

👉 Malen holt Kreativität aus jedem heraus.

Und das glaubt mir keiner – bis sie es selbst ausprobieren 🎨💛

Hast du dich entschlossen einen Malkurs vor Ort zu buchen?

Dann hast du jetzt die Gelegenheit:

Aquarell Malkurs bei Claudia in Ingolstadt 

 

Hast du keine Zeit nach Ingolstadt zu kommen und hol dir das tolle Buch von Bob Ross. In Kombination mit meinen Blogs und meinen Schritt für Schritt Video Anleitungen auf YouTube solltest du mit dem Buch viel Freude haben und du hast viele Motive in einem Buch:

🎨 Bob Ross – Best of The Joy of Painting*

  • enthält viele Schritt-für-Schritt Landschaften mit kleinen Bildern
  • zeigt typische Nass-in-Nass Öltechnik
  • erklärt ausführlich das Material anhand von Bildern 
  • die Basics werden anhand von Bildern erklärt

Das Buch enthält rund 60 Schritt-für-Schritt Projekte, die zeigen, wie man Landschaften mit der Bob-Ross-Technik malt.

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