Aquarylic Landschaft malen – leuchtende Landschaften einfach Schritt für Schritt
Eine Landschaft zu malen, muss nicht kompliziert sein. Oft reichen wenige Farben, ein paar Pinsel und ein einfacher Bildaufbau. Vorzeichnen musst du für die beiden Landschaften in diesem Beitrag ebenfalls nicht.
Ich zeige dir zwei unterschiedliche Ideen zum Landschaften malen mit Aquarylic: eine einfache Meereslandschaft mit Sonnenuntergang und eine Palmeninsel mit etwas mehr Tiefe und Details. Beide Bilder habe ich auf einem 30 × 40 cm großen Aquabord gemalt.
Dabei geht es nicht darum, meine Bilder möglichst exakt zu kopieren. Viel wichtiger ist es zu verstehen, wie eine Landschaft aufgebaut wird, wie Tiefe entsteht und wie du mit transparenten und deckenden Farben arbeiten kannst.
Zu beiden Bildern findest du außerdem meine komplette Video-Malanleitung. So kannst du dir die einzelnen Schritte ansehen und direkt mitmalen.
Aquarylic – was ist das?
Aquarylic ist ein relativ neues Farbmedium und verbindet Eigenschaften, die man von Aquarell, Acryl und teilweise auch von der Wirkung der Ölmalerei kennt.
Die Farbe ist wasserbasiert und lässt sich mit Wasser verdünnen. Mit mehr Wasser kannst du sehr transparent arbeiten und weiche, aquarellartige Farbflächen entstehen lassen. Verwendest du mehr Farbe und weniger Wasser, wird der Farbauftrag wesentlich kräftiger.
Genau diese Kombination finde ich für Landschaften interessant.
Für einen leuchtenden Himmel kann ich sehr transparent beginnen. Für einen dunklen Vordergrund, Felsen oder eine Palmeninsel kann ich anschließend mit kräftigeren Farbmischungen darüberarbeiten.
Laut Hersteller ist Aquarylic transparent bis halbtransparent, hoch pigmentiert und trocknet wasserfest auf. Ein purer Farbauftrag trocknet glänzend, lasierende Farbaufträge seidenmatt. Die Farben sind außerdem lösungsmittelfrei und können unter anderem auf Leinwand, Papier, Metall und Holz verwendet werden.
Eine weitere interessante Eigenschaft laut Hersteller: Beim Trocknen gibt es keine Farbtonverschiebung. Gerade beim Nachmischen ist das praktisch, weil die getrocknete Farbe nicht plötzlich deutlich anders aussieht als beim Auftragen.
Transparent oder deckend – wie verwende ich Aquarylic?
Das lässt sich am einfachsten beim Malen verstehen.
Für meine Himmel verwende ich relativ wenig Farbe und mehr Wasser. Dadurch bleibt der Farbauftrag transparent. Die Farbe verliert dabei nach meiner Erfahrung nicht einfach ihre Leuchtkraft, sondern wird vor allem durchscheinender.
Möchte ich dagegen einen richtig dunklen Bereich malen, beispielsweise die Insel unter den Palmen, arbeite ich mit deutlich weniger Wasser. Aus Blau-, Rot- und Grüntönen lassen sich dabei sehr tiefe dunkle Farben mischen, die beinahe schwarz wirken.
Ein wichtiger Tipp für Anfänger:
Beginne an Stellen, die transparent bleiben sollen, lieber mit etwas mehr Wasser und weniger Farbe.
Dunkler und deckender kannst du später immer noch werden. Hast du eine Fläche dagegen bereits sehr deckend gemalt, bekommst du die ursprüngliche Transparenz nicht einfach wieder zurück.
Und falls doch einmal zu viel Wasser am Pinsel war: Das ist kein Drama. Lass die Stelle kurz trocknen und arbeite anschließend mit weniger Wasser und mehr Farbe darüber.
Ist Aquarylic für Anfänger geeignet?
Ja, gerade für Landschaften sehe ich einige Eigenschaften, die Anfängern entgegenkommen.
Du kannst zunächst mit dünnen, transparenten Farbschichten beginnen und dich langsam an stärkere Kontraste herantasten. Die Oberfläche trocknet schnell und anschließend kannst du weitere Farbschichten darüberlegen.
Das schnelle Trocknen hat allerdings auch eine zweite Seite: Weiche Übergänge müssen relativ zügig gemalt werden.
Ist eine Fläche bereits trocken, versuche ich nicht minutenlang, sie wieder weich zu bekommen. Ich male einfach eine neue Schicht darüber. Wer bereits mit Acryl gemalt hat, wird dieses Prinzip kennen.
Und noch etwas ist mir wichtig:
Für diese beiden Landschaften musst du nicht zeichnen können.
Wir zeichnen die Palmeninsel oder die Meereslandschaft nicht erst mit Bleistift vor. Himmel, Wolken, Wasser, Insel und Palmen entstehen direkt mit Farbe und Pinsel.
Landschaft malen leicht – was ist für Anfänger wichtig?
Eine Landschaft sieht häufig komplizierter aus, als ihr Aufbau tatsächlich ist.
Nimm meine Meereslandschaft. Im Grunde besteht sie aus:
Himmel – Wolken – Horizont – Wasser – Licht.
Das war’s schon.
Trotzdem entsteht ein vollständiges Bild.
Der entscheidende Punkt ist nicht die Anzahl der Details, sondern wo hell und dunkel sitzt, welche Farben sich wiederholen und wie die Pinselstriche verlaufen.
Bei der Palmeninsel kommt anschließend ein weiterer Schritt hinzu. Dort arbeiten wir zusätzlich mit entfernten Hügeln, einer Insel, Palmen, Felsen und einem Vordergrund.
Deshalb würde ich einem Anfänger tatsächlich empfehlen: Beginne mit der Meereslandschaft und probiere anschließend die Palmeninsel.
Welche Ideen gibt es für Landschaftsmalerei?
Wenn du nach Landschaft malen Ideen suchst, musst du nicht gleich mit einem komplizierten Bergpanorama anfangen.
Besonders gut eignen sich Motive, die aus wenigen großen Formen bestehen: eine Meereslandschaft mit Sonnenuntergang, ein See mit Bergen, Strand und Dünen, eine Wiese mit einem einzelnen Baum, eine Nebellandschaft, ein Waldweg oder eine kleine Insel.
Für Anfänger finde ich Motive mit Himmel und Wasser besonders interessant. Du kannst viel über Farben, Licht und Spiegelungen lernen, ohne zunächst komplizierte Gegenstände zeichnen zu müssen.
Genau deshalb beginnen wir mit dem einfacheren der beiden Bilder.
1. Meereslandschaft mit Aquarylic malen
Meine Meereslandschaft ist 30 × 40 cm groß und auf Aquabord entstanden.
Für dieses Bild habe ich folgende Aquarylic-Farben verwendet:
Indigo, Sepia, Ocker, Kobalttürkis und Titanweiß.
Fünf Farben reichen hier vollkommen aus.
Schritt 1: Das Aquabord anfeuchten
Zuerst feuchte ich den Bereich des Himmels mit einem Flachpinsel und etwas Wasser an.
Die Oberfläche soll nicht unter Wasser stehen. Sie soll lediglich feucht genug sein, damit sich die ersten transparenten Farbschichten gut verteilen lassen.
Schritt 2: Mit den hellen Farben beginnen
Ich beginne mit Ocker und den helleren gelblichen Farbtönen.
Dabei arbeite ich zunächst sehr transparent.
Und ich mache etwas, das später für das ganze Bild wichtig wird:
Wenn ich eine Farbe bereits am Pinsel habe, setze ich sie gleich auch ins Wasser.
Die gelblichen Töne des Himmels finden sich deshalb auch im Meer wieder.
Schritt 3: Blau, Türkis und Braun ergänzen
Danach kommen Blau und Türkis hinzu. Auch diese Farben wiederhole ich im Wasser.
Besonders schön finde ich eine Mischung aus Blau und etwas Braun. Dadurch entstehen natürliche dunkle Farbtöne, die sich sowohl für den Himmel als auch für das Meer eignen.
Im Himmel darf der Pinsel kleine Kreise und Schwünge machen. Manchmal sieht ein einzelner Pinselstrich bereits wie eine kleine Wolke aus.
Im Wasser passiert genau das Gegenteil:
Hier arbeite ich überwiegend waagerecht.
Allein durch die unterschiedliche Pinselführung können dieselben Farben plötzlich wie Himmel oder Wasser aussehen.
Schritt 4: Wolken und Komposition aufbauen
Die Wolken führe ich von den dunkleren oberen Bereichen rechts und links zur helleren Mitte hinunter.
Dabei achte ich auf eine einfache Grundregel:
Außen dunkler – zur Bildmitte hin heller.
Die helle Mitte führt den Blick zum Sonnenuntergang.
Das Bild bekommt dadurch bereits Tiefe, obwohl wir noch keinen klassischen Vorder-, Mittel- und Hintergrund gemalt haben.
Schritt 5: Einen geraden Horizont malen
Bei einer Meereslandschaft fällt ein schiefer Horizont schnell auf.
Ich benutze dafür keinen komplizierten Aufbau. Ich nehme einfach die Länge meines Pinsels als Maß.
Vom unteren Rand des Aquabords aus messe ich an mehreren Stellen dieselbe Höhe und setze kleine Punkte. Anschließend verbinde ich diese mit langen, geraden Pinselstrichen von links nach rechts.
So entsteht eine saubere Horizontlinie.
Schritt 6: Das Meer kräftiger malen
Jetzt dürfen einige Bereiche wesentlich dunkler und auch deckender werden.
Gerade der Kontrast zwischen dem hellen Sonnenuntergang und dem dunklen Wasser macht die Stimmung des Bildes aus.
Die Pinselbewegungen bleiben dabei hauptsächlich horizontal.
Schritt 7: Sonnenlicht auf dem Wasser
Mit helleren Farbtönen entstehen anschließend viele kleine waagerechte Linien.
Besonders unterhalb der hellen Stelle am Horizont darf das Wasser stärker leuchten. So entsteht der Eindruck, dass sich das Licht des Sonnenuntergangs auf der Wasseroberfläche spiegelt.
Schritt 8: Spiegelungen nicht vergessen
Für bestimmte Spiegelungen ziehe ich Farbe zunächst etwas senkrecht nach unten. Danach gehe ich wieder waagerecht darüber.
So wird die Spiegelung gebrochen und wirkt eher wie bewegtes Wasser.
Türkis und helles Blau können ebenfalls in diese Bereiche hinein.
Eine einfache Regel hilft dabei:
Farben, die du im Himmel siehst, dürfen sich im Wasser wiederfinden.
Die komplette Meereslandschaft als Video
Hier kannst du dir den gesamten Ablauf ansehen und direkt mitmalen:
Aquarylic Meereslandschaft – komplette Malanleitung auf YouTube
2. Palmeninsel mit Aquarylic malen
Die zweite Landschaft ist ebenfalls 30 × 40 cm groß und auf Aquabord gemalt.
Sie geht einen Schritt weiter. Jetzt kommen mehrere Landschaftsebenen, eine Insel, Vegetation, Felsen und Palmen hinzu.
Verwendet habe ich:
Chromoxidgrün, Sepia, Indigo, Kobalttürkis, Krapprot dunkel, Permanentgelb und Titanweiß.
Schritt 1: Den Sonnenuntergang transparent beginnen
Wieder feuchte ich zunächst den Himmel mit etwas Wasser an.
Danach beginne ich mit den hellen Gelbtönen. Mit etwas Rot entsteht ein warmer Orangebereich.
Auch hier gilt: lieber zunächst transparent arbeiten.
Gelb, Orange und Rot streiche ich leicht ineinander. Anschließend kommen Türkis und Blau dazu. Nach oben und zu den Ecken darf der Himmel dunkler werden.
Möchte ich einen Bereich nach dem Antrocknen noch dunkler haben, nehme ich einfach mehr Farbe und weniger Wasser.
Schritt 2: Wolken malen
Für die Wolken beginne ich beispielsweise mit dunkleren kleinen Formen und setze anschließend hellere Bereiche darüber.
Dabei verwende ich nicht ständig reines Titanweiß.
Etwas Blau, Grau oder vorhandene Restfarbe darf ruhig im Weiß bleiben. Dieses leicht „schmutzige Weiß“ lässt die Wolken nach meiner Erfahrung natürlicher wirken.
Ganz zum Schluss können einzelne Highlights mit hellerem Titanweiß hinzukommen.
Schritt 3: Landschaftsebenen am Horizont
Für die entfernten Hügel mische ich Blau und Rot zu einem Lilaton und gebe Weiß hinzu.
Der erste Hügel bleibt heller und etwas gräulicher.
Der nächste wird dunkler.
Der nächste noch etwas kräftiger.
Damit entsteht eine der wichtigsten Grundlagen für räumliche Tiefe beim Landschaftsmalen:
Nicht alles im Bild bekommt denselben Kontrast.
Wenn du mehr darüber wissen möchtest, wie ein Bild durch Blickführung, Ebenen und die richtige Anordnung harmonischer wird, kannst du dazu auch meinen Beitrag über Komposition beim Malen lesen.
Schritt 4: Das Meer übernimmt die Farben des Himmels
Wo der Himmel gelb und orange leuchtet, nehme ich diese Farben auch ins Wasser.
Links und rechts kommen Blau und Türkis hinzu.
Wieder ganz wichtig:
Wasser male ich mit waagerechten Pinselstrichen.
Keine kreuzweisen Bewegungen und keine Wolkenkreise.
Damit ist der komplette Hintergrund bereits aufgebaut.
Schritt 5: Die dunkle Insel malen
Jetzt arbeite ich mit weniger bzw. ohne zusätzliches Wasser.
Aus Blau und Rot entsteht ein sehr dunkler Ton. Etwas Grün kann hinzukommen. Dadurch bekomme ich eine beinahe schwarze Farbe, ohne unbedingt Schwarz verwenden zu müssen.
Mit dieser Mischung lege ich die Grundform der Insel an.
Nach kurzem Trocknen kommen unterschiedliche Grüntöne darüber: kleine Gräser, Stiele und Tupfer lassen Vegetation entstehen.
Schritt 6: Palmen aufbauen
Für die Palmenstämme verwende ich einen feinen Pinsel. Eine Seite kann dunkler, die andere etwas heller werden.
Auch hier muss nicht für jeden Farbton eine neue Farbe aus der Flasche kommen.
Ein dunkles Blau-Rot-Gemisch eignet sich beispielsweise für Schatten. Etwas Gelb im Braun erzeugt einen wärmeren, helleren Ton.
Die Palmwedel entstehen anschließend mit unterschiedlichen Grün- und Dunkeltönen. Manche liegen im Schatten, andere bekommen mehr Licht.
Dadurch wirken die Palmen nicht wie eine einzige grüne Fläche.
Schritt 7: Felsen und Vegetation ergänzen
Kleine Felsen und Pflanzen bringen weitere Strukturen hinein.
Dabei muss nicht jedes Detail exakt ausgearbeitet sein. Häufig reicht eine passende Pinselform und eine kleine Bewegung, damit unser Auge daraus einen Felsen, ein Gras oder ein Blatt macht.
Das ist einer der Gründe, warum man für Landschaftsmalerei nicht unbedingt zeichnen können muss.
Schritt 8: Wasserlinien setzen
Mit Titanweiß bzw. einem leicht abgetönten Weiß entstehen die hellen Wasserlinien.
Auch hier mag ich kein vollkommen sauberes Weiß für jede einzelne Linie. Etwas Blau oder vorhandene Farbe von der Palette nimmt dem Weiß die Härte.
Die Linien bleiben waagerecht und unterschiedlich lang.
Schritt 9: Vordergrund und letzte Kontraste
Ganz vorne kommt ein weiterer dunklerer Hügel hinzu.
Darauf entstehen wieder Stamm, Palme und Vegetation.
Der stärkere Kontrast im Vordergrund verstärkt die räumliche Wirkung: Wir haben jetzt eine helle Ferne, verschiedene Zwischenebenen und einen kräftigeren Vordergrund.
Die komplette Palmeninsel im Video
Aquarylic Palmeninsel – Schritt für Schritt auf YouTube malen
Welche Fehler werden häufig bei der Landschaftsmalerei gemacht?
Ein schönes Landschaftsbild scheitert selten daran, dass jemand nicht „gut genug malen“ kann. Häufig sind es einige grundlegende Dinge im Bildaufbau.
Zu früh Details malen: Beginne mit großen Flächen und Formen. Kleine Gräser, Palmwedel, Felsen oder Lichtlinien kommen später.
Alles gleich deutlich malen: Wenn Vordergrund und Ferne dieselben Kontraste und Details haben, verliert das Bild an Tiefe.
Den Horizont nicht kontrollieren: Besonders beim Meer sollte er möglichst gerade verlaufen.
Wasser zu unruhig malen: Waagerechte Bewegungen helfen, eine Wasserfläche entstehen zu lassen.
Spiegelungen vergessen: Himmel und Wasser sollten farblich miteinander verbunden sein.
Zu viele Farben vermischen: Irgendwann verliert eine Mischung ihre Leuchtkraft. Oft ist eine kleinere Farbpalette einfacher und harmonischer.
Und vielleicht der wichtigste Punkt: Nicht jede freie Stelle braucht ein Detail.
Gerade meine Meereslandschaft lebt von ihrer Einfachheit.
Warum ich Aquabord für diese Landschaften verwende
Für beide Bilder habe ich Aquabord in 30 × 40 cm verwendet.
Ich mag vor allem die Haptik der Oberfläche. Der Pinsel gleitet angenehm darüber und die Aquarylic-Farben wirken darauf nach meiner Erfahrung besonders leuchtend.
Die Oberfläche trocknet allerdings auch sehr schnell. Möchtest du Farben weich miteinander verblenden, solltest du deshalb zügig arbeiten.
Ist die Fläche schon trocken, ist das aber kein Grund, sich darüber zu ärgern. Einfach neu darübermalen.
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Welche Materialien brauchst du für Aquarylic?
Ich verwende das Aquarylic Set mit 18 Farben à 30 ml. Für diese beiden Landschaften brauchst du aber längst nicht alle 18 Farben.
Eine kleinere Farbauswahl hat sogar einen Vorteil: Du lernst schneller, deine eigenen Farbtöne zu mischen.
Außerdem brauchst du:
- Aquabord, bei meinen Bildern 30 × 40 cm
- einige Flachpinsel in unterschiedlichen Größen
- einen feinen Pinsel für kleine Linien und Details
- einen Pinsel für Strukturen und Vegetation
- Wasser
- Küchenpapier oder ein Tuch
- eine Palette
Ich empfehle gerne eine Abreißpalette. Wenn ich die Aquarylic-Farben dort in kleinen Klecksen auftrage, bleiben sie bei mir lange genug verwendbar, um in Ruhe damit zu arbeiten. Die genaue Zeit hängt natürlich unter anderem von Farbmenge und Umgebung ab.
Wichtig: Pinsel direkt reinigen
Aquarylic lässt sich während des Malens unkompliziert mit Wasser aus dem Pinsel entfernen.
Ich schwenke den Pinsel nach Gebrauch direkt im Wasser und streife bzw. trockne ihn anschließend auf Papier ab.
Damit sollte man allerdings nicht lange warten. Trocknet die Farbe im Pinsel, können die Haare schnell hart werden.
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Landschaft malen lernen: Es darf einfach anfangen
Eine schöne Landschaft braucht nicht zwangsläufig viele Farben, komplizierte Zeichnungen oder unzählige Details.
Die Meereslandschaft zeigt das besonders deutlich. Mit wenigen Farben, einem hellen Mittelpunkt, dunkleren Außenbereichen und waagerechten Spiegelungen entsteht bereits eine komplette Landschaft.
Bei der Palmeninsel gehen wir einen Schritt weiter und ergänzen verschiedene Ebenen, Vegetation und einen Vordergrund.
Genau so würde ich auch als Anfänger beginnen: erst einfach und dann Schritt für Schritt mehr hinzufügen.
Aquarylic bietet dabei interessante Möglichkeiten, weil wir transparente und kräftigere Farbaufträge innerhalb eines Bildes miteinander kombinieren können. Himmel und Wasser dürfen leicht und transparent bleiben, während Insel, Schatten und Vordergrund deutlich kräftiger werden.
Und falls beim ersten Versuch nicht alles genauso aussieht wie auf meiner Vorlage, ist das völlig in Ordnung. Entscheidend ist, dass du verstehst, warum du einen Pinselstrich machst und was er im Bild bewirkt.
Dann wird aus Nachmalen nach und nach eigenes Malen.






































Manchmal beginnt ein Bild nicht mit einer Idee, sondern mit einem Gefühl. Mit diesem warmen Leuchten am Horizont, wenn der Tag langsam zur Ruhe kommt und der Himmel in Gelb, Orange und zartem Rosa glüht. Genau dieses Licht wollte ich festhalten. Nicht kompliziert. Nicht perfekt. Sondern weich, ruhig und voller Stimmung. Diese Landschaft ist bewusst so aufgebaut, dass sie auch für Anfänger gut umzusetzen ist. Sie zeigt, dass Malen kein Geheimnis ist – sondern ein Prozess. Wenn man weiß, in welcher Reihenfolge man vorgeht, entsteht ein Bild fast wie von selbst. Und genau darum geht es hier: Jeder kann malen. Schritt für Schritt.


